Start der 3. Liga: Der Glanz aus alten Tagen

Im Osten ticken die Uhren doch noch anders. Während viele Fußballfans sehnsüchtig den Start der 1. Bundesliga herbeisehnen, dürfte es im Osten der Republik den einen oder anderen geben, der ganz andere Dinge im Kopf hat: Heute startet die 3. Liga in die Saison 2015/2016. Und was für eine Saison diese Dritte Liga bereithalten könnte…

Denn mit Dynamo Dresden, Hansa Rostock, dem 1. FC Magdeburg, Rot-Weiß Erfurt, Halle, Chemnitz, Energie Cottbus und Aue sind gleich acht Mannschaften aus dem Osten mit dabei. Sieben davon spielten in der längst vergangenen DDR-Oberliga. Jetzt trifft man sich in der 3. Liga wieder.

Besonders der 1. FC Magdeburg hat einen steinigen Weg hinter sich. Nach gefühlt endlosen Jahren in Oberliga und Regionalliga, schaffte der Club schließlich, 25 Jahre nach der Wende, den Aufstieg in die 3. Liga. Und damit erstmals den Schritt in den bezahlten Profifußball. „Es war immer von einem schlafenden Riesen die Rede“, sagt FCM-Trainer Jens Härtel in einem Internetvideo, „jetzt ist der Verein wieder da, wo er hingehört“. Die Vorfreude in Magdeburg ist riesig, 6.000 Dauerkarten wurden bisher verkauft, das Stadion wird, wie auch in der Regionalliga, gut gefüllt sein. Fantechnisch spielt der 1. FC Magdeburg ohnehin oben mit. Doch von der Euphorie will man sich bei der Vereinsführung nicht anstecken lassen. Es gilt die Klasse zu sichern, um sich im bezahlten Profifußball zu etablieren.

Längst etabliert hat sich die SG Dynamo Dresden. Hier will man mehr. Nachdem in der vergangenen Saison die Rückrunde komplett vergeigt wurde, will Dresden in diesem Jahr das Ziel 2. Bundesliga in Angriff nehmen. Die Resonanz der Zuschauer ist dabei ungebrochen. Über 12.000 Dauerkarten wurden bisher verkauft – mehr als bei 70 Prozent aller Zweitligisten. Und mit einem Zuschauerschnitt von knapp 23.000, liegt man sogar fast auf Bundesliga-Niveau. Der langjährige Dynamo-Spieler Ulf Kirsten sieht die 3. Liga „als Bundesliga des Ostens“. Für das erste Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart hofft man in Dresden auf knapp 25.000 Zuschauer.

Neben Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg zählt Hansa Rostock ohne Frage zu den stärksten Vereinen in der Dritten Liga. Jedenfalls was die Fanszene betrifft. Sportlich dümpelt die Hansa-Kogge in eher unruhigen Gewässern. In der vergangenen Saison wurde der Abstieg mit Mühe und Not verhindert. Jetzt richtet sich der Blick wieder nach vorne. Konkrete Saisonziele werden dabei vorsichtshalber trotzdem nicht genannt.

Im ersten Spiel der neuen Saison kommt es heute Abend (wie sollte es anders sein) gleich zu einem Ost-Duell. Der 1. FC Magdeburg empfängt Rot-Weiß Erfurt. Über 21.000 Zuschauer werden erwartet. Der MDR überträgt das Spiel ab 20:15 Uhr im Livestream.

Wir freuen uns drauf und werden sicher bei einigen Spielen vor Ort sein und berichten! 🙂

Anmerkung: Artikel um 14:20 Uhr aktualisiert. Die zu erwartende Zuschauerzahl für das Spiel Dresden vs. Stuttgart II wurde hinzugefügt.

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