„Lok Leipzig Kapitän Markus Krug können sich viele zum Vorbild nehmen“

Bereits vor drei Monaten sprachen wir mit den Organisatoren der Kampagne „Nein zu RB: Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn“ über die Bestrebungen von RasenBallsport Leipzig. Damals stand die Kampagne „Nein zu RB“ noch in den Startlöchern. Im Interview mit dem Strafraumprediger blickt die Kampagne nun auf die vergangenen Wochen und Monate zurück.

Strafraumprediger: Wie schätzt ihr den Erfolg der Kampagne bis hierhin ein?

Das ist eher schwierig zu beurteilen, da die Kampagne auf Langfristigkeit ausgelegt ist und gerade erst so richtig aus den Startlöchern kommt. Noch immer möchten (zu) viele, vor allem große Ultràgruppen, der Kampagne aus verschiedenen Gründen fernbleiben. Das müssen wir natürlich akzeptieren, macht die Sache für uns aber auch nicht einfacher. Fakt ist aber auch, dass in der letzten Zeit wichtige „Neuzugänge“ als aktive und passive Unterstützer dazu gekommen sind. Das bestätigt unsere Arbeit und bekräftigt unseren Willen, die Kampagne weiter konstruktiv mit Leben zu füllen und weiterzuentwickeln.

Welche Boykottaktion gegen RasenBallsport Leipzig empfandet ihr am gelungensten?

Das war ganz klar der vor kurzem durchgeführte 2. Aktionsspieltag. Es war der bisher größte und erfolgreichste in der noch jungen Geschichte von „Nein zu RB“. Viele Szenen aus den ersten drei Ligen beteiligten sich an einer im Vorfeld abgesprochenen Aktion („Wir zeigen RB die rote Karte“ und „Wir pfeifen auf RB“). In vielen Kurven konnte ein dichtes Meer aus roten Karten bestaunt werden und vielerorts kam auch das Pfeifkonzert in den ersten Minuten der Partien nicht zu kurz.

Der Kapitän vom 1. FC Lok Leipzig Markus Krug hat bei einem Spiel gegen RasenBallsport als einer von wenigen Fußballprofis klare Kante gezeigt…

…wenn ein Kapitän einer Mannschaft den Schriftzug „Gegen RB“ auf seinem T-Shirt trägt und es sich dabei auch noch um einen Spieler aus eines der beiden traditionellen Leipziger Vereine handelt, dann ist das schon eine Geste von fast unbezahlbar hohem Stellenwert. Wir bräuchten viel mehr solcher Aktionen, welche bundesweit für Aufsehen sorgen. Es ist vollkommen in Ordnung und richtig, sich auch öffentlich gegen dieses „Konstrukt RB“ zu positionieren. Markus Krug hat etwas vorgemacht, was sich viele, die genauso oder ähnlich denken wie er, zum Vorbild nehmen können. Auch sein Verweigern des Handschlags mit den Gegenspielern der Mannschaft von RasenBallsport II könnte symbolisch nicht besser gewählt sein.

LOK-Kapitän Markus Krug mit einem "Gegen RB" Shirt

Lok-Kapitän Markus Krug mit einem „Gegen RB“ Shirt. Foto: fc-lokomotive.de

Übrigens: Hier geht es zu den Bildergalerien Nummer 1 und Nummer 2 der Fan-Aktionen gegen RasenBallsport.

Seid ihr mit dem Medienecho auf die Kampagne „Nein zu RB“ zufrieden?

Der ganz große Medien-Hype ist bis jetzt ausgeblieben. Natürlich erreichen uns immer mal wieder Interviewanfragen oder einige Medien erwähnen uns in einem Artikel. Doch in diesem Bereich besteht noch Luft nach oben. Wir versuchen durch bundesweite Aktionsspieltage in den Stadien, einer aktuellen und informativen Homepage, sowie Auftritten im Social-Media-Bereich weiter Aufmerksamkeit zu erregen.

Was nehmt ihr euch für die Zukunft vor?

Das weitere Aufklären der Menschen da draußen, die entweder noch nicht begriffen haben, warum RB unseren geliebten Sport in hohen Maße gefährdet, oder sich noch nicht die Mühe gemacht haben, mal eine halbe Stunde Zeit zu investieren, um herauszufinden, warum man RasenBallsport aktiv bekämpfen muss. Den Vereinen, die ebenfalls eine ablehnende oder kritische Haltung gegenüber RB einnehmen, die Angst zu nehmen, diese Haltung öffentlich kund zu tun und dabei auch ihre eigenen Anhänger mitzunehmen.
Wir sehen erst die Zielflagge, wenn die Vereine einen konstanten und organisierten Druck auf DFB und DFL ausüben. Wenn diese beiden Organe mal in ihre eigennen Statuten schauen würden, dürfte RB Leipzig noch nicht einmal in der dritten Liga antreten. RasenBallsport führt beide Organe ad absurdum.

 

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2 Kommentare zu “„Lok Leipzig Kapitän Markus Krug können sich viele zum Vorbild nehmen“

  1. Pingback: Lok Leipzig Kapitän Markus Krug: „Unser Ziel ist der Klassenerhalt“ | StrafraumPrediger

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